Erfurter Schatz

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Versteckt - Vergessen - Verewigt, 2018

20 x 20 x 20 cm
Fotografie auf Plexiglas und Objekte

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Fotografie auf Plexiglas und Objekte

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Fotografie auf Plexiglas und Objekte

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Fotografie auf Plexiglas und Objekte

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Fotografie auf Plexiglas und Objekte

Versteckt - Vergessen - Verewigt

Ich nehme als jüdische Künstlerin Bezug zur Jüdischen Geschichte von Thüringen die bis ins Mittelalter zurückreicht.
Mein besonderes Interesse gilt dem vor genau zwanzig Jahren zufällig gehobenen Erfurter Schatz und die Reste eines Ritualbades im alten jüdischen Quartier als Christen und Juden tatsächlich friedlich zusammenlebten. Der Schatz wurde während des Pogroms von 1349 vergraben, bevor die Jüdische Gemeinde gänzlich ausgelöscht wurde.

Es ist mir ein künstlerisches Anliegen, die lange und wechselhafte Geschichte der Juden in Thüringen, anhand der 4 Synagogen zu Erfurt, vor Augen zu führen.
Die Alte Synagoge, aus dem 11 Jhd. eine der ältesten erhaltenen Synagoge Mitteleuropas, zählt zum Weltkulturerbe. Sie ist nun ein Museum, wo der geborgene Schatzfund ausgestellt ist.
Die 1840 feierlich eingeweihte Kleine Synagoge wurde, als die Gemeinde stark anwuchs, durch die Große Synagoge ersetzt. Sie entging der Zerstörung im Nationalsozialismus weil sie nach Ihrem Verkauf profan genutzt wurde und sich in städtischem Besitz befand. Seit 1998 dient sie als Begegnungsstätte. Die 1952 erbaute Neue Synagoge bildet das Zentrum, der 850 Mitglieder starken Jüdischen Gemeinde.
Mein Ansinnen ist es, den auf wundersame Weise zufällig gehobenen Schatz, als Symbol einer Jahrtausendealten christlich-jüdischen Geschichte und Kultur, aus meiner künstlerischen Perspektive bildnerisch aufzugreifen. Der Schatz erinnert an ein wundersames Geschehen, einem in der Gegenwart verankertes Märchen, das die Blütezeit und den Untergang der Juden in Thüringen vor Augen führt.

Macht KUNST Ohnmacht
Kunstausstellung in der Landesvertretung von Thüringen beim Bund in Berlin
5. – 25 November 2018